Umzugshelfer: Kosten und Haftung
Kisten schleppen, Möbel ab- und aufbauen und Kinder betreuen: ohne viele helfende Hände ist ein Umzug fast nicht möglich. Natürlich fragt man zuerst im Freundes- und Bekanntenkreis nach Hilfe, diese ist dann nämlich meist kostenlos. Doch gerade wenn ein ganzer Hausstand und nicht nur die Einrichtung einer Single-Bude umzieht, braucht man Hilfe von den Profis – geht etwas bei einem Umzug schief, kann das sogar vor hohen Reparaturkosten schützen.
Wo findet man Umzugshelfer?
Die Freunde sind zum Kistentransport abgestellt, die Eltern bekochen die hungrige Meute oder passen auf den Hund oder die Kinder auf – bleiben noch die vielen Möbel und schweren Elektrogeräte. Wer zuverlässige Umzugshelfer sucht, wird im Internet oder in der Zeitung fündig: In Jobbörsen und Kleinanzeigenteil bieten meist Studenten ihre Hilfe für etwa 10 Euro die Stunde an. Wichtig: Lassen Sie sich von den Studenten eine Rechnung ausstellen, so können Sie die Kosten bei der nächsten Steuererklärung absetzen.
Umzugskosten sparen: Günstige aber zuverlässige Umzugshelfer finden.
Auch bei professionellen Speditionen muss man nicht gleich den Komplett-Umzug buchen, sondern kann auch nur stundenweise ein Helferteam engagieren. Die Spedition ist vielleicht die teurere Variante, um sich helfen zu lassen, im Schadensfall sind Sie aber meist auf der sicheren Seite.
Wann haften Umzugshelfer für Schäden?
Verursacht ein Umzugshelfer von einer Spedition einen Schaden am Umzugsgut, so haftet für gewöhnlich das Unternehmen dafür – zumindest bis zur Mindestversicherungssumme von 620 Euro pro Kubikmeter Umzugsgut. Lesen Sie in jedem Fall die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Firma. Hier steht meist auch der Hauftungsausschluss bei Schäden durch Naturgewalten und nicht haftbare Dritte – zusammengefasst unter dem Begriff „unabwendbare Ereignisse“. Oft werden auch besonders empfindliche Umzugsgüter, wie etwa Elektrogeräte, Tiere und Pflanzen von der Haftung ausgeschlossen.
Ganz generell gilt: Sehr empfindliche und wertvolle Dinge sollten Sie selbst transportieren – dann gibt es im Nachhinein keinen Streit über Schuld und Haftung.
Wenn Freunde eine Kiste fallen lassen oder eine Tischoberfläche zerkratzen, sind sie dafür in der Regel nicht haftbar zu machen, da sie Ihnen einen (unbezahlten) Freundschaftsdienst erbracht haben. Einzige Möglichkeit sich auch in diesem Fall vor Kosten zu schützen: Setzen Sie einen Vertrag auf, der die Haftung durch den Freund sicherstellt – dieser kann dann bei seiner Haftpflichtversicherung einen Zusatz einfügen lassen, der ihn absichert.
Die Hilfe von Freunden ist günstiger als die Hilfe von einem Umzugsunternehmen – im Schadensfall kann sich das Verhältnis aber schnell umdrehen. Weitere Informationen zum Thema Umzugshelfer finden Sie im Internet – ebenso kostenlose Vergleiche verschiedener Umzugsunternehmen.
