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Umzugskosten einsparen

Wer umzieht, muss Geld ausgeben – Umzugskosten entstehen immer, egal on mit einem Umzugsunternehmen oder in Eigenregie umgezogen wird. Zunächst einmal entstehen natürlich Kosten für die neue Wohnung: Auch wenn die Kaltmiete niedrig ist, sollten Sie, bevor Sie den neuen Mietvertrag unterschreiben, prüfen, welche regelmäßigen Nebenkosten auf Sie zukommen. Meist sind in diesen Wasser und Heizung enthalten, Stromkosten, GEZ-Gebühren, Kosten für Telefon und Internet kommen noch extra dazu. In letzter Zeit ist zu beobachten, dass Nebenkosten kontinuierlich steigen – heute machen sie ca. 38% der Gesamtmiete aus. Oft fallen beim Umzug auch Maklerkosten an, und/oder es ist eine Mietsicherheit zu leisten – all dies sollten Sie bei der Prüfung der Umzugskosten beachten.
Die Höhe der eigentlichen Umzugskosten hängt von verschiedenen Faktoren ab: Ziehen Sie mit einem Umzugsunternehmen um? Haben Sie viel zu transportieren und benötigen dementsprechend viel Verpackungsmaterial? Oder haben Sie einen Haufen Freunde und Bekannte, die beim Umzug mit anpacken und können so die Kosten für Helfer sparen?

Umzugskosten bei Umzugsunternehmen
Wenn Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen, sollten Sie mit einem Kostenvergleich beginnen. Sicherlich ist ein Komplettumzug, bei dem das Umzugsunternehmen vom Packen der Umzugskartons über den Transport bis hin zum Einrichten der neuen Wohnung alles für Sie übernimmt, teurer als eine einfache Beiladung. Aber auch zwischen den verschiedene Unternehmen bestehen zum Teil große Unterschiede bei den Umzugskosten. Unverbindliche Kostenvoranschläge von Umzugsunternehmen können Sie sich bequem im Internet holen. Wenn Sie allerdings die ganz exakten Kosten erfahren wollen, sollten Sie nach einer Vorauswahl mit den jeweiligen Firmen Besichtigungstermine vereinbaren. Dies ist von Seiten der Unternehmen ein kostenloser Service, der Ihnen hilft, Transportumfang und Umzugskosten genau einschätzen zu können. Ein Tipp zum Sparen: Früh buchen ist in der Regel günstiger!

Umzugskosten beim Umzug in Eigenregie
Wenn Sie selbstorganisiert umziehen wollen, müssen Sie mit den folgenden Umzugskosten rechnen:

Angebote für Umzugswagen können Sie ebenfalls online einholen. Bei Umzügen innerhalb einer Stadt rechnet sich ein kleinerer Wagen eher, weil Sie mehrmals hin- und herfahren können. Auch hier gilt schon wie bei den Umzugsunternehmen: Frühbucher haben die besseren Karten und können Umzugskosten sparen.
Beim Verpackungsmaterial sollten Sie in jedem Fall professionelle Umzugskartons verwenden – die Schäden, die entstehen können, wenn der Bananenkarton bricht und das gute Geschirr dabei kaputtgeht, können teurer werden als der Kauf guter Kartons. Im Internet können Sie sich in speziellen Umzugskartonshops kostenfrei und unverbindlich Ihren Bedarf an Kartons und Verpackungsmaterialien berechnen lassen. Damit bekommen Sie einen guten Überblick, wie viele Kartons Sie wirklich brauchen. Umzugskartons und anderes Verpackungsmaterial können auch bei Speditionen ausgeliehen werden.
Umzugshelfer finden Sie auf Jobbörsen, an den Schwarzen Brettern von Unis oder im Internet. Gerade in Universitätsstädten bieten auch Studenten oft einen regelrechten Umzugsservice an: Sie bringen einen Wagen mit und/oder helfen auch beim Packen. Achten Sie bei solchen Angeboten aber immer darauf, dass Ihre Umzugshelfer gut versichert sind – sonst entstehen möglicherweise gar nicht eingeplante Umzugskosten, wenn etwas zu Bruch geht. Dies gilt auch für private Helfer, wie Freunde oder Familienmitglieder: Oft muss hier eine spezielle Klausel in die Haftpflichtversicherung aufgenommen werden.

Umzugskosten von der Steuer absetzen
Bedenkenswert bei der Umzugsplanung und der Berechnung der Umzugskosten ist auch die Möglichkeit der Erstattung von Umzugskosten durch das Finanzamt. Vor allem, wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen müssen, etwa weil Sie versetzt werden, Ihre Firma ihren Sitz in eine andere Stadt verlegt oder Sie einen neuen Job in einer anderen Stadt gefunden haben, können Sie einen Großteil Ihrer Umzugskosten bei der Steuererklärung angeben. Das sind zum einen die Reisekosten zur Wohnungssuche und Wohnungsbesichtigung, die Maklergebühren für die neue Wohnung, Transportkosten für das Umzugsunternehmen oder den Umzugswagen, zum anderen auch Mietkosten für die alte Wohnung, wenn Sie Ihren alten Mietvertrag nicht rechtzeitig genug kündigen konnten und anteilige Kosten für einen neuen Herd. Hier lassen sich eine Menge Umzugskosten wieder reinholen.